
Deutschland ist unter anderem ein Schmelztiegel für viele Nationen in Europa und ich verstehe diesen Zustrom durchaus auch als Chance für ein lebendiges Christentum, hier den Wert des Evangeliums zu vermitteln.
So ist auch die ordnungsgemäße Einbindung von Gruppen aus anderen Ländern ein wichtiges Anliegen und Teil gesunder Migration und Integration. Dies gehört zu ihnen als ein Teil ihrer Kultur und Identität. Ein überaus menschliches Bedürfnis, welches jede Nation, die ihre Heimat verläßt, mit sich trägt. Ich denke da an Sudeten, Siebenbürger und deutsche Orte in Südamerika, die vor Ort ein Stück Heimat leben wollten. Menschen wollen in der Fremde ein Stück Heimat mitnehmen.
Und so trafen sich am 18.10.2025 rumänische Christen in der Credo-Kirche Oberbarmen, um offiziell einen eingetragenen Verein zu starten und der rechtlichen Form ein Gesicht zu geben. Eine Satzung wurde besprochen und beschlossen und der Vorstand gewählt. Angenehm war die Einstimmigkeit mit der die Beschlüsse vorgenommen wurden. Mir war es Ehre und Vergnügen, hier die Versammlung leiten zu dürfen. Als Name wählte man Emanuel Kirche (e.V.) und freut sich schon auf den ersten Gottesdienst in den zu mietenden Räumen im Märkischen Kreis.
Nun ist biblische Gemeinde nicht von juristischen Vorgaben abhängig, doch um in dieser Welt ein ordentliches Leben zu führen, wollen wir auch den politischen und rechtlichen Rahmen wählen. Noch haben wir die Freiheit, um das Evangelium zu leben und zu predigen, was ein großes Vorrecht ist.
In vielen Ländern ist dies nicht so gegeben. Darum wollen wir die Gelegenheiten nutzen und auch da ein Stück Zeugnis leben, wie aktives Christentum gesellschaftlich relevant sein kann.
Mit Dankbarkeit und großer Freude darf ich aktuell rumänische Christen in Deutschland begleiten, hier eine eigene Kirche zu gründen. (Als Credo-Kirche begleiten wir diese Gruppen als Teil des Credo-Netzwerkes.)
Den Abschluß nach der Versammlung machte der frisch gewählte Vorsitzende Marian Bogdan Preotesoiu (Foto: r) Pastor (Ru) und Gemeindeleiter (BFP), in rumänischer Sprache.

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